Sonntag, 7. September 2014

Ein besonderes Geschenk - für einen besonderen Menschen


Morgen ist die letzte Ergotherapiestunde meiner Tochter. Sie wollte für "die beste Ergotherapeutin der Welt" natürlich ein besonderes Geschenk basteln. Ganz spontan ist uns dann gestern die Idee zu einem "Fühl-Memory" gekommen. Eine schöne Idee, aber ein wenig schwierig umzusetzen am Wochenende. Da heißt es improvisieren und die Küchenschränke durchsuchen...


Begonnen haben wir damit, das wir 32 kleine Quadrate zugeschnitten haben (10cm x 10cm), aus denen wir 16 kleine Säckchen genäht haben, jedes mit einer kleinen Wendeöffnung. Ecken abschneiden nicht vergessen, damit beim wenden die Ecken ordentlich raus kommen.


Anschließend wurden diese gewendet und jetzt jeweils 2 mit dem gleichen Inhalt gefüllt. Mit einer kleinen abgeschnittenen Zuckertüte geht das übrigens ein wenig leichter! Ein Stück Papier zur Tüte gerollt tut es aber auch... ;)

Zum füllen haben wir Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Senfkörner, Füllwatte, Styroporkügelchen, Kaffeebohnen und Reis genommen. Eigentlich hätten wir auch noch gerne Pflaumen- oder Kirschkerne, getrocknete Erbsen oder Bohnen genommen. Leider war das an einem Sonntag nicht zu besorgen. Euch fallen bestimmt noch tausend andere tolle Dinge ein, mit denen ihr euer Fühl-Memory füllen könntet.


Die gefüllten Säckchen wurden nun alle noch einmal rundherum abgesteppt. Zur Aufbewahrung haben wir dann noch einen Sack genäht, der ruhig etwas größer hätte ausfallen können, doch der Stoff wollte einfach nicht mehr hergeben.


Meine Tochter hat dann noch ein Bild mit Wachsstiften auf eine Bügeltransferfolie gemalt, welche sie dann selber auf den Sack bügeln durfte - und fertig war ein ganz persönliches Geschenk, welches unsere Ergotherapeutin auch noch in ihrer Praxis einsetzen kann. Natürlich haben wir es auch gleich ausprobiert. Und wir haben nicht nur gefühlt sondern auch gerochen. Und es ist gar nicht so einfach wie man denkt, Leinsamen von Senfkörnern oder Sonnenblumen von Haferflocken zu unterscheiden. Viel Spaß bei diesem sinnesschärfenden Spiel!


Eigentlich sollte es klar sein, aber ich schreibe es zu Sicherheit nochmal. Lasst eure Kleinkinder bitte nicht allein mit den Säckchen spielen, auch wenn sie noch so viel Spaß damit haben. Vielleicht geht ja mal eine Naht auf und die Kleinen könnten etwas vom Inhalt verschlucken, also immer unter Aufsicht verwenden!!!

Und zum Schluss noch: fühlt euch so frei, auf meiner Facebook-Seite "gefällt mir" zu drücken. :)

Donnerstag, 4. September 2014

Alle Jahre wieder... Buchhüllen aus Wachstuchresten


Neues Schuljahr, neue Bücher. Wenn man Leihexemplare von der Schule erhält, wie das bei uns in Thüringen üblich ist, muss man dafür Sorgen, das die Bücher auch für die nächsten Kinder noch zu gebrauchen sind. Dazu zählt, das ein Schutzumschlag um jedes Schulbuch gemacht werden muss. Früher habe ich in einem Kinder- und Jugendfreizeitzentrum mitgearbeitet. Dort haben wir zu Schuljahresbeginn mit den Kindern die Bücher immer mit Papier eingebunden. Dies reißt aber immer schnell ein und bietet auch keinen Schutz vor Feuchtigkeit.
Seid meine Kleine in die Schule geht, nähe ich ihre Buchumschläge aus Wachstuchresten. So auch dieses Jahr. Sie sind billiger und langlebiger als die meisten gekauften Plastik-Buchhüllen. Außerdem sind sie ruckizucki fertig und mein Schulkind freut sich jedes Jahr über ihre schönen, bunten, individuellen Bücher, die sie noch nie mit denen ihrer Klassenkameraden verwechselt hat.


Alles, was ihr dafür benötigt ist ein Stück Wachstuch ca. 30cm x 60cm, ein Bissel Stylefix, ein Stück Webband, Lineal, Stift und 10min Zeit.

Zu Beginn legt ihr das zu schützende Buch vor euch hin und messt einmal die Höhe. In meinem Beispiel waren das 27cm. Das bedeutet, für meine Buchhülle benötige ich ein Stück Wachstuch von 28cm Höhe, also 27cm plus je 0,5cm Nahtzugabe oben und unten.


7cm in der Breite falze ich jetzt einmal um. Ich mach das meist mit einem Falzbein, es geht aber auch mit einer alten Plastikkundenkarte oder ähnlichem.


Hier wird jetzt die Vorderseite des Buchumschlages hineingelegt und ein Mal das Buch locker eingeschlagen.

Mit einem Stift markiere ich mir, wo die nächste Falz gemacht wird. Von dieser Markierung messe ich wieder 7cm und bekomme so die Breite meines Wachstuches. In meinem Beispiel waren es 58cm. Nach dem Zuschnitt mache ich die 2. Falz.


Oben und unten klebe ich bündig an den Rand je einen Streifen Stylefix von 7cm Länge und fixiere so meine Einstecklaschen. In die Mitte klebe ich auch einen ca. 10cm Streifen Stylefix um später das Webband/Lesebändchen zu fixieren.


Aus einem kleinen Rest, schneide ich mir noch einen Abschluss für das Lesebändchen. Wer mag, kann aber auch ein paar Perlen einknoten oder anderweitig kreativ sein. Fragt doch mal Eure Kinder. 


Die haben die meist die besten Ideen. Vielleicht lieber einen Buchstaben für Deutsch oder eine Zahl für Mathe, euch fällt bestimmt was ein.


Zum Schluss nähen wir sehr knapp mit der Nähmaschine mit einem etwas längeren Geradstich über die Fixierungen. Dieser muss unbedingt gewählt werden um ein Perforieren des Wachstuchs zu vermeiden. Ich bin immer ca. 3mm vom Rand entfernt. 


Zu guter Letzt wird das Lesebändchen eingeklebt und mit wenigen Stichen fixiert.


Buch einlegen und fertig! Wer mag, kann seine Kinder jetzt die Buchhüllen noch mit Aufkleber verzieren lassen. Den Büchern selber passiert ja jetzt nix mehr. Man kann sie jetzt sogar mal abwischen falls was darauf kleckert.

Alle Materialien habe ich wieder bei http://www.derstoffshop.de erstanden.